In Kall lässt sich ein Bad barrierefrei umgestalten, wobei die Maßnahmen von einer Teilsanierung bis zur kompletten Neukonzeption variieren können. Die Umwandlung einer Badewanne in eine Dusche lässt sich häufig in wenigen Stunden realisieren und senkt die Sturzgefahr durch eine niedrigere Schwelle erheblich. Für ein Höchstmaß an Sicherheit und Komfort sorgt jedoch eine bodengleiche Komplettsanierung, die einen komplett schwellenlosen Zugang gewährleistet und genügend Bewegungsraum für Rollator oder Rollstuhl schafft. Wichtige technische Elemente sind dabei rutschfeste Bodenfliesen der Klassen R10 oder R11, sinnvoll angebrachte Haltegriffe sowie ein optionaler Duschsitz, um die Eigenständigkeit im Alltag dauerhaft zu sichern.
Für die Finanzierung eines derartigen Vorhabens im Stadtgebiet von Kall gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten. Personen mit einem anerkannten Pflegegrad können bei der AOK NordWest / AOK Rheinland einen Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen gemäß § 40 SGB XI in Höhe von bis zu 4.180 Euro pro Person beantragen. Zusätzlich dazu stellt der Bund den zinsgünstigen KfW 159 zur Verfügung. In Nordrhein-Westfalen können diese Gelder zudem durch Förderdarlehen der NRW.BANK im Rahmen des Programms NRW.BANK.Barrierefreier Umbau ergänzt werden, was eine nachhaltige und komplette Sanierung ermöglicht.
Am Anfang steht ein kostenloser Vor-Ort-Termin zur genauen Vermessung und für das Aufmaß des Bades, beispielsweise in Kall oder Sötenich. Qualifizierte Fachbetriebe für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik aus der Region lassen sich über die Handwerkskammer Aachen finden. Der Pflegestützpunkt Kreis Euskirchen - Zentrales Informationsbüro Pflege (Z.I.P.) in der Jülicher Ring 32, 53879 Euskirchen berät Sie neutral und unabhängig zu den Finanzierungshilfen und hilft bei der Bedarfsermittlung. Abhängig von Umfang und Ausstattung liegen die Kosten für einen solchen Umbau in Kall in einem Rahmen von 2.800 bis 9.500 Euro.