Kosten & Förderung in Hessen | Treppenlift & Bad kalkulieren
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Für Pflegebedürftige in Hessen bildet der Umbau des Badezimmers, insbesondere der Tausch einer Wanne gegen eine bodengleiche Dusche, eine zentrale Maßnahme zur Erhaltung der Selbstständigkeit. Die finanzielle Basis hierfür schafft der Zuschuss der Pflegekasse. Sobald ein anerkannter Pflegegrad vorliegt, können für eine sogenannte wohnfeldverbessernde Maßnahme nach § 40 SGB XI bis zu 4.000 Euro beantragt werden. Dieser Betrag ist nicht rückzahlungspflichtig und stellt den ersten, fundamentalen Baustein zur Reduzierung des Eigenanteils dar. Er ist zweckgebunden für Maßnahmen, die die häusliche Pflege ermöglichen, erleichtern oder eine Überforderung der Pflegepersonen mindern – der barrierefreie Badumbau ist hierfür ein Paradebeispiel.
Übersteigen die Gesamtkosten des Umbaus den Zuschuss der Pflegekasse, bietet das Land Hessen eine spezifische Weiterfinanzierungsmöglichkeit über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank). Das Förderprogramm „Behindertengerechter Umbau von Wohnraum“ setzt genau hier an. Es handelt sich um ein zinsgünstiges Darlehen, das explizit dazu dient, den nach Abzug des Pflegekassenzuschusses verbleibenden Eigenanteil zu finanzieren. Die WIBank-Förderung kann somit als komplementäres Instrument genutzt werden, um auch umfassendere und qualitativ hochwertige Sanierungen zu realisieren, ohne die gesamte Restsumme aus eigenen Mitteln aufbringen zu müssen. Die genauen Konditionen sind an Einkommensgrenzen und den Umfang der Baumaßnahme gekoppelt.
Die optimale Vorgehensweise für hessische Haushalte ist daher eine strategische Kombination beider Fördertöpfe. Zuerst wird der maximale Zuschuss der Pflegekasse gesichert. Anschließend wird auf Basis eines detaillierten Kostenvoranschlags der verbleibende Restbetrag ermittelt und für diesen das Darlehen der WIBank beantragt. Diese datenbasierte Planung minimiert die finanzielle Belastung erheblich und schafft Planungssicherheit. Eine transparente Analyse der Gesamtkosten im Verhältnis zu den kombinierten Fördermitteln ist der Schlüssel, um das Einsparpotenzial voll auszuschöpfen und den barrierefreien Umbau wirtschaftlich tragbar zu gestalten.