In Berlin kann ein barrierefreies Bad entweder durch eine schnelle Teilsanierung oder einen Komplettumbau realisiert werden. Der Umbau von Wanne zur Dusche ist oft in wenigen Stunden erledigt und schafft durch einen passgenauen Einsatz eine niedrige Einstiegshöhe. Im Gegensatz dazu bietet eine vollumfängliche Sanierung mit ebenerdiger Dusche einen komplett barrierefreien Einstieg und maximiert die Trittsicherheit durch Fliesen der Rutschhemmungsklassen R10 oder R11. Bei beiden Lösungen sind gut positionierte Haltegriffe und ein klappbarer Duschsitz unverzichtbar, um Stürze zu vermeiden und die Eigenständigkeit zu fördern, wobei immer auf genügend Bewegungsfreiraum für spätere Bedürfnisse geachtet werden muss.
Begonnen wird mit einem Aufmaßtermin direkt im Badezimmer, um alle Maße präzise zu erfassen, egal ob in Mitte oder Charlottenburg. Die Suche nach einem qualifizierten und zertifizierten Installationsbetrieb (SHK) kann über die Handwerkskammer Berlin erfolgen. Eine neutrale und kostenlose Erstberatung zu den Fördermitteln und der Planung bietet der Pflegestützpunkte Berlin in der Brückenstr. 4, 10179 Berlin an. Abhängig vom Umfang der Maßnahmen und der ausgewählten Ausstattung liegen die Kosten für eine barrierefreie Badsanierung in Berlin typischerweise zwischen 2.800 und 9.500 Euro.
Die Finanzierung für einen solchen Umbau in Berlin kann aus verschiedenen Quellen stammen. Wenn ein Pflegegrad vorhanden ist, bezuschusst die zuständige AOK Nordost wohnumfeldverbessernde Maßnahmen nach § 40 SGB XI auf Antrag mit bis zu 4.180 Euro pro Person. Die Restkosten lassen sich oft durch den zinsgünstigen KfW 159 abdecken, wenn der Zuschuss der Pflegekasse nicht genügt. Darüber hinaus unterstützt die IBB Investitionsbank Berlin im Rahmen des Programms Barrierefreie Stadtgutscheine den Umbau mit weiteren Mitteln, um die Kosten für die Einwohner von Berlin zu verringern.